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Liebe Klosterserinnen und Klosterser,
Es ist mir ein grosses Anliegen, all jenen, die uns in unserer nicht immer ganz leichten Arbeit tatkräftig unterstützen, ganz herzlich zu danken. Auch wichtig ist es mir, allen Gemeindeangestellten für Ihren grossen Einsatz im 2011 zu danken. Zusammen versuchen wir auch im 2012 den Einheimischen und Gästen eine gute Dienstleistung zu bieten und Ihre Anliegen ernst zu nehmen.
Ich wünsche Ihnen allen ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2012 und freue mich auf viele interessante Begegnungen.
Ein Rück- und Ausblick
Ein Jahresanfang ist immer eine passende Gelegenheit, kurz Rückschau auf das vergangene Jahr zu halten. Im 2011 konnte der Vorstand eine ganze Reihe von Projekten erledigen oder entscheidend weiter bringen: Seit dem Frühjahr verfügt die Gemeinde über eine komplett neue Website, die Nutzungsplanung und Umzonung des Hotels Pardenn wurde von Volk und Regierung genehmigt, verbindliche saisonale Wildruhezonen wurden geschaffen und angenommen, als Teilprojekt zur Lösung der grossen Überlagerungsproblematik konnten wir das neue Parkplatzkonzept einführen, der Grundsatzentscheid für die Landwirtschaftliche Planung wurde angenommen (wenn auch nur knapp), der Projektentwicklungswettbewerb Montana, der unser Zentrum neu gestalten helfen soll, wurde ausgeschrieben und schlussendlich konnten 3 Projekte für die Energieeffizienz lanciert werden (Wärmebildaufnahmen-Aktion, Solarkataster, Kurs für Hausabwarte).
Bereit für eine Entscheidung durch das Stimmvolk sind das neue Feuerwehrdepot und ein Anbau ans Rathaus, der hauptsächlich der Kantonspolizei und dem Bezirksgericht dienen soll. Dem Gemeinderat werden in den nächsten Sitzungen folgende Geschäfte zur Verabschiedung zuhanden der Stimmbürger vorgelegt: Die Einführung eines Gesetzes für Ruhe, Ordnung und Sicherheit, welches auch das alte Flurgesetz ersetzen wird, und der Standortentscheid für die langersehnte und dringend notwendige Schulraumschaffung.
Daneben wurde ebenso intensiv an weiteren grossen Projekten gearbeitet: Dazu gehören insbesondere die Prüfung einer allfälligen Gemeindefusion, die Planung von Bahnunterführungen im Dorf und in Richtung Serneus, sowie die Realisierung des Hochwasserschutzes.
Ich denke, dass diese Aufzählung von politischen Aktivitäten jeden Kritiker, der behauptet, es gehe in Klosters politisch nicht weiter, Lügen straft.
Wahljahr 2012
2012 ist Wahljahr. Wie es aussieht, werden viele politische Ämter neu zu besetzen sein. So beabsichtigen 3 oder 4 Mitglieder des Vorstandes zurückzutreten (nur um Spekulationen vorzubeugen: ich gehöre nicht dazu). Dies mag Sie erschrecken, denn die meisten von uns sind erst drei Jahre im Amt. Auch ich bedaure das, denn wir haben sehr gut als Team funktioniert und hart zusammen gearbeitet. Aber die Belastung für selbständige Unternehmer, ein politisches Amt zu bekleiden, das mit 20 Stellenprozent veranschlagt ist, dessen effektive Belastung aber unter den heutigen Bedingungen wohl eher über 30% liegen dürfte, ist sehr hoch. Hinzu kommt die psychische Belastung, denn man bleibt von Kritik wirklich nicht verschont. Es wird schwierig sein, die Lücken hinter diesen wertvollen Kolleginnen und Kollegen zu schliessen. Ich hoffe, mit ihnen ein gutes und ergiebiges letztes gemeinsames Amtsjahr gestalten zu dürfen und danke ihnen jetzt schon für ihren unermüdlichen Einsatz zum Wohle von uns allen.
Es ist für Klosters enorm wichtig, dass die Gemeindebehörden, und insbesondere der Vorstand, auch in der Zukunft mit guten Leuten besetzt sein werden. Daher richte ich einen Aufruf an alle Personen, die sich vorstellen können, die äusserst vielseitige und interessante Aufgabe dieses politischen Amtes zu erfahren, sich unverbindlich zu melden. Es gibt realistische organisatorische Massnahmen, die es erlauben werden, dieses Amt mit 20 Stellenprozenten zu meistern. Dazu gerne mehr in einem persönlichen Gespräch. Einzige unverzichtbare Bedingung für die Bekleidung dieses Amtes ist Mündigkeit und Wohnsitz in der Gemeinde Klosters-Serneus. Zugehörigkeit zu einer Partei ist nicht Voraussetzung.
Auch im Gemeinderat wird es wohl Ende 2012 zu einigen Rücktritten kommen. Da ist es ebenso wichtig für unser zukünftiges Wohlergehen, dass sich wieder Leute finden lassen, die aktiv und konstruktiv kritisch die Geschicke der Gemeinde mitbestimmen helfen. Können die Ortsparteien nicht genügend Willige rekrutieren, so ist man wahrscheinlich zu einem Systemwechsel zurück zu Gemeindeversammlungen gezwungen, was der Sachlichkeit in den Entscheidungen kaum dienlich wäre.
Markus Haltiner, Gemeindepräsident