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Alternative zur Linie 11

29.03.2010 Archiv Davoser Zeitung

Im Rahmen des im Februar verabschiedeten Sparpaketes zur Sanierung der Davoser Gemeindefinanzen war auch die Streichung der Linie 11 beschlossen worden. Damit hätte es abends keine Buslinie in den Unterschnitt und nach Wolfgang/Laret mehr gegeben. Nun ist es gelungen, doch noch einen Ersatz zu schaffen.

 

Barbara Gassler

 

«Die Fahrgäste werden gar nicht merken, dass es die Li-nie 11 nicht mehr gibt», sagt ein zufriedener Fred D’Alberti, Betriebsleiter des Verkehrsbetriebs Davos, über die Änderung beim Fahrplanwechsel im kommenden Dezember. «Nach wie vor werden der Unterschnitt und Wolfgang/Laret im Stundentakt vom Bus bedient. Sogar die Abfahrtszeiten können auf wenige Minuten genau übernommen werden. Einzig die Li-niennummerierung ändert.» Wie konnte dieses Kunststück zustande kommen? Sollten doch mit der Schliessung der frequenzschwächsten Linie 11 200000 Franken eingespart werden. «Nur in der Zeit zwischen 21.45 Uhr und Betriebsschluss kurz vor Mitternacht haben wir übers Jahr gerechnet auf der die Promenade bedienenden Linie 1 Frequenzen von 95000 Personen. Gerade mal 75000 Gäste benutzen die Linie 11», macht D’Alberti deutlich. «Die nötigen Mittel zur Aufrechterhaltung dieser Linie waren schlicht nicht mehr vorhanden», bestätigt auch der zuständige Kleine Landrat, Peter Engler. «Es ist der Verdienst von Fred D’Alberti, sich für die Grundversorgung der Aussenfraktionen ins Zeug gelegt zu haben und mit seinen hervorragenden Beziehungen zum Kanton eine Lösung gefunden zu haben.» Und wie sieht diese denn nun aus?

 

Regionaler Charakter

 

Alleine vom Spital bis hinunter nach Glaris seien etwa 10 Kilometer zu bewältigen, wird dazu erklärt. Damit habe man beim Amt für öffentlichen Verkehr auf den regionalen Charakter dieser Verbindung hinweisen können und erhalte nun in diesem Sinne Beiträge, die den grössten Teil der Kos-ten auffangen würden. Interne Optimierungen, die Nutzung von Synergien und der Verzicht auf Entlastungsbusse zu Stosszeiten tragen das Ihrige zur Erreichung des Sparziels bei. «Der gegenwärtige Fahrplan ist ein über die Jahre gewachsenes und optimiertes System, das es uns ermöglicht, die Leute bedarfsgerecht zu transportieren. In diesem Bemühen werden wir aber oft und massiv vom Individualverkehr und dem Güterumschlag gestört. Kein Bus verkehrt unnütz», wehrt sich D’Alberti gegen immer wieder auftauchende «Verbesserungsvorschläge».

 

Die Benutzung bestimmt

 

«Bei dem auf drei Jahre be-willigten Versuchsbetrieb werden allerdings alleine die Frequenzen entscheiden», stellt D’Alberti klar. «Erreichen wir nicht mindestens eine Steigerung von 20 Prozent, wird der Kanton entscheiden, die Linie zu streichen. Ohne Wenn und Aber!» Damit wird ab kommendem Dezember die Linie 7 den Unterschnitt auch abends erschliessen und innerorts über die Talstrasse verkehren. Ab Bahnhof Dorf fährt dann die Linie 1 weiter bis hinunter nach Laret, so- dass auch dieser Dienst weiterhin gewährleistet ist.
Darüber, ob das so bleibt, können die Davoser Bevölkerung und ihre Gäste nun abstimmen. Und für einmal ist dazu nicht einmal ein Gang zur Urne notwendig, sondern nur bis zum Bus.

 


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