Strassensignalisation gibt in Graubünden zu reden
19.01.2012
Archiv Klosterser Zeitung

Die Regierung fordert vom Bund eine Überarbeitung der neuen Weisungen über die touristische Signalisation an Autobahnen und Autostrassen.
staka | Aus Bündner Sicht sind die neuen Vorschriften nicht praktikabel. Die Vorschläge des Bundesamtes für Strassen (Astra) werden als unsachgerecht taxiert.
Die Bündner Regierung lehnt neue Weisungen des Bundesamts für Strassen (Astra) über die touristische Signalisation an Autobahnen und Autostrassen ab. Zwar begrüsst die Regierung in einer Stellungnahme an das Astra die Absicht, die heute uneinheitliche und mehrheitlich nicht vorschriftskonforme Gestaltung von touristischen Signalisationstafeln entlang von Autobahnen und Autostrassen in der Schweiz zu verbessern. Doch abgesehen davon, dass Graubünden über ein erst 2002 vom Astra genehmigtes Gesamtkonzept zur Gestaltung besagter Hinweistafeln verfügt, können viele der neuen Bestimmungen im Bergkanton gar nicht sachgerecht umgesetzt werden.
Beispielsweise wird neu verlangt, dass mit einer touristischen Signalisationstafel einzig auf touristisch bedeutsame Ziele oder Regionen hingewiesen werden darf, die entweder sogleich durchfahren werden oder ab der nächsten Ausfahrt innerhalb von 20 Kilometer zu erreichen sind. In Graubünden liegen viele touristische Regionen aber weit mehr als 20 Kilometer von einer Autobahn oder Autostrasse entfernt. So sind die Destinationen Davos/Klosters und Arosa jeweils über 30 Kilometer von den jeweiligen Autobahnausfahrten entfernt.
Im Weiteren hätten neue Bestimmungen zur Farbgebung und zur Grösse von touristischen Signalisationstafeln zur Folge, dass alle heute im Kanton bestehenden ersetzt werden müssten. Dabei wird das Bündner Konzept schweizweit als beispielhaft angesehen, was zahlreiche Anfragen von anderen Kantonen und Tourismusorganisationen bestätigen, wie die Regierung festhält. Sie verlangt, dass die neuen Astra-Weisungen angepasst werden.
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