| FR 10.02.2012 | ||||||||
|
|
|||||||
| FR 10.02.2012 | ||||||||
|
|
|||||||
| SA 11.02.2012 | ||||||||
|
|
|||||||
| SA 11.02.2012 | ||||||||
|
|
|||||||
Am 20. Juni 2010 ist die Beschwerdefrist gegen das von der Bündner Regierung genehmigte Auflageprojekt «Hochwasserschutz Landquart und Nebenbäche» unbenutzt abgelaufen. Damit wurde das Projekt rechtskräftig.
Johannes Haltiner
Gegen das Hochwasserschutz-Projekt, das von der Gemeinde unter Beizug der eidgenössischen und kantonalen Instanzen ausgearbeitet worden war, sind im ersten Anlauf etwa 20 Einsprachen eingegangen, die es galt, in mühsamer Kleinarbeit zu beseitigen. Teilweise konnte das erreicht werden, indem Anpassungen am Projekt vorgenommen wurden, und andere konnten sonst zum Rückzug ihrer Beschwerde bewegt werden. Als dann die Bündner Regierung am 11. Mai dieses Jahres grünes Licht für das bereinigte Projekt samt der dazu notwendigen Teilrevision des Ortsplanes der Gemeinde Klosters-Serneus und Bewilligung zur Durchführung des Enteignungsverfahrens erteilt hatte, musste der gesamte Regierungsbeschluss noch einmal zur Einsprache ausgeschrieben werden. Mit Erleichterung und Freude hat man im Rathaus die Kunde vernommen, dass innert der Auflagefrist von einem Monat keine diesbezüglichen Beschwerden ans Verwaltungsgericht Graubünden eingereicht wurden. Damit erreichte das Projekt fast fünf Jahre nach dem verheerenden Hochwasser vom 24./25. August 2005 endlich Rechtskraft. Es fehlt jetzt nur noch die Freigabe der vorgesehenen Subventionen des Bundes. Zusammen mit den kantonalen Behörden sind unsere Gemeindebehörden daran, auch noch diese letzte Hürde zu nehmen.
Baubeginn noch dieses Jahr
In der Zwischenzeit wurde von der Hochschule für Technik Rapperswil (HSR) ein Modell des Geschiebesammlers erarbeitet, das aufzeigt, wie dieser genau gebaut werden muss, um den gestellten Anforderungen zu genügen. Dieses Modell ist noch in Arbeit. Es kann am 17. Juli 2010 an der Hochschule Rapperswil besichtigt werden. Mit diesem Modell kann die Wirksamkeit des Gschiebesammlers bezüglich Rückhalt von Geschiebe und Holz noch vor Baubeginn geprüft und optimiert werden. Die Hochschule für Technik Rapperswil betreibt ein Forschungsinstitut, das seine Dienste Wirtschaft, Industrie und öffentlicher Hand zur Verfügung stellt. Obwohl die Vorarbeiten für die Detailprojektierung und die Submission schon recht weit vorangeschritten sind, kann erst jetzt damit begonnen werden. Dennoch ist Peter Tomaschett, Chef des Bauamtes, zuversichtlich, dass noch im Oktober der Spatenstich für den Gschiebesammler Monbiel erfolgen kann. Die erste Ausbaustufe umfasst die Teilstücke Geschiebesammelbecken bis Aeujerbrücke und Aeujerbrücke bis zur Landquartbrücke der Landstrasse. Mit dem Bau für den Schutz der Gebiete beidseits der Landquart zwischen dem Geschiebesammler Monbiel und der Landquartbrücke am Platz kann einem der am meisten gefährdeten Gebiete die notwendige Sicherheit erteilt werden. Die Leute im Doggiloch können zwar erst aufatmen, wenn die Schutzbauten endlich realisiert sind. Die gesamten Bauarbeiten bis an die Gemeindegrenze zu Saas werden mindestens vier Jahre in Anspruch nehmen. Schlussendlich bleiben Gebirgsbäche eine nie endende Gefahrenquelle.
Seitenbäche bereits begonnen
Etwas vorgezogen konnten die Arbeiten am Stützbach werden. Hier erfolgte der Spatenstich am 20. Oktober 2009. Inzwischen haben sie erfreuliche Fortschritte gemacht und können, soweit sie überhaupt in dieser Bauetappe vorgesehen sind, noch diesen Herbst abgeschlossen werden. Auch für den Günscharüelbach wurden die Vorarbeiten vorgezogen bzw. sind die Arbeiten zur Sicherung bereits im Gange.
Hier gelangen Sie zur gesamten "KZ" PDF-Ausgabe: PDF-Ausgabe
Sichern Sie sich hier Ihr Online-Abonnement: Abobestellung