| FR 10.02.2012 | ||||||||
|
|
|||||||
| FR 10.02.2012 | ||||||||
|
|
|||||||
| SA 11.02.2012 | ||||||||
|
|
|||||||
| SA 11.02.2012 | ||||||||
|
|
|||||||
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, geschätzte Gäste aus dem In- und Ausland
Das neue Team im Gemeindevorstand unter meiner Leitung hat jetzt in dieser Funktion genau ein Jahr Politik betrieben und zusammengearbeitet. Blenden wir daher einen Moment ins vergangene Jahr zurück.
Während die Wirtschaftskrise die Banken regelrecht durchgeschüttelt hat und es einzelne Industriezweige, speziell im technischen Bereich, mit Umsatzeinbrüchen von 30, ja sogar 50% im Vorjahresvergleich ganz empfindlich getroffen hat, sind wir im Tourismus bislang mit einem blauen Auge davongekommen. Der Vorstand konnte selbstverständlich wenig dazu beitragen, wir tragen aber mit unserem Wirken Sorge, dass die Rahmenbedingungen für ein qualitatives Wachstum im Tourismus in Zukunft noch mehr als in der Vergangenheit stimmen. Wir haben vor einem Jahr die Geschicke der Gemeinde in einem Moment übernommen, wo zwar die Kasse prall gefüllt war, auf Projektebene und in der Verwaltung andererseits ein grosser Handlungsbedarf bestand. Wir dürfen getrost behaupten, uns beider Bereiche mit Volldampf angenommen und sie zum Teil schon Lösungen zugeführt zu haben. Als Hauptpriorität ist da das Hochwasserschutz-Projekt zu erwähnen. Die Klosterser Stimmbürger konnten im Juni des letzten Jahres zu einem ausgewogenen Projekt Stellung beziehen und haben uns in der Abstimmung das Vertrauen ausgesprochen. In der Folge konnten wir mit den Einsprechern eine konstruktive Einigung vertraglich besiegeln. Die ersten Arbeiten am Stützbach haben bereits begonnen. Jetzt sind andere Instanzen beim Bund und Kanton dran sicherzustellen, dass wir wirklich in der zweiten Jahreshälfte 2010 mit den Bauarbeiten auch an der Landquart beginnen können. So besteht nun berechtigte Hoffnung, dass wir schon bald nicht mehr jedes Frühjahr Angst vor weiteren Überschwemmungen haben müssen. Im August haben wir uns mit Klosterser Stammgästen getroffen und intensiv bei gemütlichem Beisammensein beim Brunch auf dem Bauernhof ausgetauscht. Das Resultat möchte ich als höchst motivierend betiteln, denn es wurde eine kleine Gruppe gebildet, die wir etwas spassig «KGB – Klosters Guest Board» getauft haben. Dieses mit Gästen aus verschiedensten Nationen, alle «Klosters Connaisseurs und Fans» wohlausgewogen bestückte Gremium wird sich regelmässig mit Exponenten der Klosterser Politik und den Tourismusorganisationen und
-anbietern austauschen. Die Gäste bekommen so Informationen aus erster Hand und die Behörden und Institutionen in Klosters hören gebündelt die Anliegen unserer treuen Gäste. Im November konnten wir der Klosterser Bevölkerung ein neues, einfaches und klares Gemeinde-Leitbild präsentieren, welches uns für die kommenden Jahre den Rahmen für unsere politische Arbeit geben wird. Nicht unbedingt etwas Spektakuläres. Einfach eine gute Basis, die uns helfen wird bei der Priorisierung von Aufgaben und Projekten. Wir werden Sie des Öftern wieder darauf ansprechen. Auf das Jahresende hin konnte die Gemeinde gemeinsam mit Klosters Tourismus die Grundlage dazu schaffen, in der Zukunft grössere Events professioneller beurteilen und unterstützen zu können. Wir haben nach Davoser Muster einen Veranstaltungsfonds gegründet. Dessen Komitee konnten wir mit Liane Alban, Lydia Buchli, Armin Amrein vom Walserhof und Christian Hew-Weiss an meiner Seite hochkarätig besetzen. Es freut mich sehr, dass wir schon vor der Aufnahme unserer gemeinsamen Arbeit unter patenter Mithilfe von Swiss Tennis und Hans Markutt die U18 European Junior Tennis Championships nach Klosters zurückbringen konnten. Sie werden also bereits im Juli dieses Jahres die zukünftigen Federers und Hingisse auf unseren exzellenten Tennisanlagen bestaunen können. Das waren so in etwa die Höhepunkte des vergangenen Jahres. Natürlich geht die Arbeit weiter. Im neuen Jahr kommt der Schulraumschaffung die höchste Priorität zu. Diesen politischen Dauerbrenner wollen wir in der zweiten Jahreshälfte zur Abstimmung bringen. Unsere Kinder und mit ihnen die Lehrer verdienen einen zeitgemässen Schulraum. Aufgrund der vom Gemeinderat als erheblich erklärten Motion werden wir eine Variante unter Einbezug der bisherigen Schulstandorte anbieten. Sie werden also gemeinsam über die Variante «Christlis» und eine Alternativvariante abstimmen können. Weiter werden uns die Zentrumsplanung, die Intensivierung der Zusammenarbeit mit der Destination Davos Klosters, insbesondere zur besseren Vermarktung und Information bezüglich der gemeindeeigenen Tourismus-Infrastruktur, verschiedene Neuauflagen und Gestaltung von Gesetzen (Baugesetz unter Einbezug von modernen Grundsätzen der Energieeffizienz sowie den Anforderungen des Tourismus, Gesetz betreffend Sicherung von Ruhe und Ordnung, Immissionsschutz etc.) beschäftigen. Auch ein Umbau innerhalb des Rathauses ist in Planung, und der zweite Schritt in der Modernisierung unserer EDV inklusive Homepage-Gestaltung, Geschäftsprozessmanagement steht auf dem Programm. Dazu sind infolge Pensionierungen verschiedene wichtige Stellen in der Gemeindeverwaltung neu zu besetzen. Diesen Dingen wird sich der Vorstand intensiv widmen. So, ich denke Sie wissen jetzt, warum wir uns auch im neuen Jahr nicht einfach wie die Sau im Schlamm suhlen können, sondern es den kleinen Hotschis, die am Neujahrstag auf dem Bahnhofplatz um den Sieg gelaufen sind, gleichtun und uns sputen müssen. Wir hatten im vergangenen Jahr im Vorstand einen sehr teamorientierten Arbeitsstil, der uns effizient und zielgerichtet arbeiten liess, eine tolle Unterstützung durch den Gemeindeschreiber und seine Kanzlei sowie die ganze Verwaltung. Uns kam sehr zugute, dass wir auf sehr viel Rückhalt aus der Bevölkerung einerseits, aber auch vom Gemeinderat andererseits zählen durften. Die gute Zusammenarbeit sei hier verdankt, speziell an die Adresse von Ruedi Weber, der als umsichtiger Gemeinderatspräsident das Zusammenspiel der politischen Gremien überzeugend und auf sympathische Art angepackt hat. Wir bedauern, dass er sich aus privaten Gründen nun aus der aktiven Politik zurückzieht. Mit seinem Nachfolger, Dr. Georg Valär, bin ich sicher, dass es ebenso konstruktiv weitergehen wird.
Ein persönlicher Wunsch meinerseits wäre, wenn Kritik oder Fragen direkter an uns im Vorstand gerichtet würden. Wir scheuen uns nicht davor. Seien Sie mutig. Der direkte Austausch führt am ehesten zu einer Verbesserung einer suboptimalen Situation. Ich wünsche Ihnen durch das ganze Jahr viel Glück, gute Gesundheit und Erfolg in allem, was Sie anpacken.
Ihr Markus J. Haltiner Gemeindepräsident
Hier gelangen Sie zur gesamten "KZ" PDF-Ausgabe: PDF-Ausgabe
Sichern Sie sich hier Ihr Online-Abonnement: Abobestellung