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2009: Was bleibt, sind Hoffnung und Zuversicht

30.12.2009 Archiv Klosterser Zeitung

Das Jahr Revue passieren zu lassen, ist von alters her Brauch. Die wichtigen und grossen Ereignisse des Jahres 2009 können Sie in der beigelegten «Chronik» nachlesen. Doch gibt es die ganz speziellen Momente, die man sein Leben lang nicht vergisst. Zwei dieser Momente haben wir für Sie herausgepickt, als eine Art persönliche Rückschau auf das bald vergangene Jahr.

 

Schrecken im Juni


c | Ein Donnerstag im Juni 2009, kurz nach sechs Uhr abends. Da ich in Landquart gewesen bin, habe ich das heftige Unwetter, das sich über Klosters entlud, nicht mitbekommen. Kurz nach dem schönsten Anblick, den ich als Heimkehrender kenne, nämlich den aufs Dörfji, nachdem man den Gruoba-Stutz erklommen hat, muss ich auf die Bremse treten. Man winkt, das Zeichen ist unmissverständlich: Sofort anhalten. Ich sehe sofort, wieso: Über die Kantonsstrasse ergiesst sich eine braune Brühe und versickert auf der anderen Strassenseite in der Wiese, hinterlässt einen Haufen Kies und Geschiebe im hohen Gras. Der Grenz- oder Guabach, wie er auch genannt wird, hat sein Bachbett verlassen, das Rohr, das ihn unter der Strasse durchführt, ist verstopft. Weiter Richtung Dorf sehe ich den Pischabach, der ebenso eine Unordnung angerichtet hat. Schliesslich schaue ich über die Lisabrücke hinunter in den Schlappinbach, und dann kommen mir endgültig düstere Erinnerungen an das Unwetter 2005, die sich erst wieder auflösen, als ich erfahre, dass diesmal alles glimpflich abgelaufen ist. Das Wörtchen «wenn» ist diesmal zum Glück nur eine Drohung geblieben.

 

Hochwasserschutz einen grossen Schritt weiter

 

h | Rund 4 Jahre nach dem verheerenden Hochwasser vom August 2005 zeigt sich endlich ein Silberstreifen am Horizont, dass die projektierten Schutzbauten errichtet werden können. Ein erster Teil des von den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern mit gewaltigem Mehr abgesegneten Projekts konnte im Spätherbst begonnen werden. Die Arbeiten am Stützbach im Bereich Landquart-Einmündung bis zur Selfrangastrasse ruhen nun während der Wintersaison, um dann im Frühjahr fortgesetzt zu werden. Im Lauf des nun kommenden Jahres sollten auch die Massnahmen entlang der Landquart baureif bzw. bewilligt werden. Für den kommenden Sommer ist allerdings der Schutz noch nicht gewährleistet, aber wenigstens stehen die Aussichten besser als auch schon. Dass bei solchen Vorhaben nicht alle Wünsche und nicht alle Erwartungen erfüllt werden konnten, liegt in der Natur der Sache und auch im Umfang der notwendigen Massnahmen. Der neue Gemeindevorstand ist nun ein Jahr im Amt und muss sich an seinen Taten messen lassen. Auch sie konnten (noch) nicht alle Erwartungen erfüllen. Wenn nun die angefangenen und geplanten Traktanden wie Zentrumsplanung, Schulraumbeschaffung und Melioration Lösungen zugeführt werden können, sieht die Bilanz nicht eben schlecht aus.
Die Destinationsbildung mit Davos hat im zu Ende gehenden Jahr wichtige Schritte vollzogen.

 

 

 

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