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Bei jeder Gelegenheit wird betont, dass die Region Davos Klosters – und vor allem Klosters! – mehr Grossevents zu Beginn und zum Abschluss einer Saison braucht.
h | Es sind die Vor- und Nachsaisonzeiten, nicht die Zwischensaison, die einer Aufwertung bedürfen. In der Zeit von Mitte Dezember bis Weihnachten und von Mitte März bis Ende Wintersaison könnten mit entsprechenden Events die leeren Hotel- und Ferienwohnungsbetten gefüllt und dem Ort ein positiver Start verliehen werden. Erfinden muss man das nicht, dafür gibt es im In- und Ausland Beispiele genug (Samnaun-Ischgl). Es braucht keine gewaltigen Events, die alle Rahmen sprengen, sondern Veranstaltungen, die in den Ort und zum Ort passen.
Behindertensport-Anlass als Beispiel
Gerade auf dem Sektor Sportanlässe für Behindertensportler fehlen in der Schweiz die entsprechenden Möglichkeiten. Wo solche organisiert werden, sind es nur die Rennen. Die körperlich Behinderten wollen aber mehr. Sie wollen integriert werden in die Welt der anscheinend Gesunden. Das kann nur mit einem entsprechenden Rahmenprogramm geschehen, das dem Anlass einen gewichtigen Stellenwert vermittelt. Der Weltcup-Final von 2005 ist immer noch in bester Erinnerung, als Beispiel wie es gemacht werden müsste. Nachdem nun die Destinations-Organisation über mehr Geld und entsprechende personelle Ressourcen verfügt, sollte es möglich sein, einen solchen Event z. B. in der Zeit zweite Hälfte März zu organisieren. Es wäre ein Pluspunkt für beide Seiten – und Madrisa könnte so etwas auch ertragen.
Vorsaison-Anlass
Schwieriger wird es, einen solchen Anlass für den Saisonauftakt zu finden. Die Ansprüche sind nicht gering. Nachhaltigkeit ist eine Voraussetzung, das Einbinden der Bergbahnen, vielleicht auch einmal des Talliftes ist eine andere. Dass es nicht gleich ein Musikantenstadl oder ein Popfestival sein muss, ergibt sich bereits aus dem Umstand, dass wir immer noch über keinen entsprechenden Gemeindesaal verfügen, der diesen Namen verdient. Bei der Davos Klosters DestinationsOrganisation (Genossenschaft) ist man, wie Direktor Reto Branschi anlässlich der Generalversammlung ausführte, daran, sich über solche Anlässe Gedanken zu machen. Man hat dort die Notwendigkeit erkannt. Auf Inputs aus Klosters wird dort ebenfalls gewartet. Man sollte die Chance wahren, statt nachher die Faust im Sack zu machen.
Sommer-Event steht vor Abschluss
Auf dem sportlichen Sektor sollte kommenden Sommer wieder ein Tennis-Event nach Klosters kommen, den man hier schon verloren glaubte. Dem Vernehmen nach ist man kurz vor dem Abschluss der Verträge, damit die Tennis-Junioren-Europameisterschaft wieder hier ausgetragen wird. Es ist ein Anfang, dem in den nächsten Jahren mindestens noch ein Sommer-Event – vielleicht eher mehr im Herbst – folgen sollte, der Gästefrequenzen und Logiernächte nach Klosters bringt. Keine leichte Aufgabe, aber vorrangig, will man die Vorgaben des Kantons, wie sie zur Destinationsbildung formuliert wurden, erfüllen.
Kein Platz für Personengerangel
Der Tourismus in Graubünden braucht besondere Anstrengungen. Das hat nicht nur die Bündner Regierung erkannt, sondern es müsste jedem Touristiker in Fleisch und Blut übergegangen sein. Um vorwärtszukommen, bleibt keine Zeit, gute Ideen nur abzulehnen, weil sie von der falschen Person aus kommen. Die Zukunft wird härter werden. Die gesellschaftlichen Umwälzungen und die konjunkturelle Abschwächung werden unerbittlich nur noch ein Überleben am Markt erlauben, wenn alle zur Verfügung stehenden Register gezogen werden. Da nützt es wenig, wenn alle am gleichen Strick ziehen. Sie müssen auch noch auf die gleiche Seite ziehen.
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