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Da warens nur noch zwei: Die Guyan + Co. AG und Roger Kunz sind aus der Investorengruppe «Mainstation» ausgestiegen, welche die Neugestaltung des Bahnhofareals Platz zum Ziel hat.
Hans Zimmermann
Im Investorenteam verblieben sind das Architekturbüro Sprecher Schneider AG und die Prader AG (Zindel). An deren Ausbauplänen auf dem Güterschuppen-Areal habe sich nichts geändert, ebenso wenig wie bei den Verkaufs- und Umgestaltungsplänen der Rhätischen Bahn. Die Bahn hat von der neuen Situation auf der Investorenseite Kenntnis genommen und hat dieselbe am Mittwoch schriftlich bestätigt.
Der Faktor Zeit
Zwei Gründe seien es vor allem gewesen, die seine Firma und auch Roger Kunz bewogen hätten, aus der Investorengruppe auszusteigen, sagt Richard Bucher von der Guyan + Co. AG. Es seien dies erstens der Zeitfaktor und zweitens die Grösse und Komplexität des Gesamtprojekts. Über Jahre hinweg habe man vor allem an Zeit schon viel in das Projekt investiert: Man habe Zeit investiert in Gespräche, in die Planung, in die Gründung der Gesellschaft «Mainstation». Dann habe man auf Wunsch der Gemeinde einen Projektwettbewerb ausgeschrieben. Und erst als dieser durchgeführt und abgeschlossen worden sei, habe die Gemeinde einen Quartierplan vorgelegt. Derzeit befinde man sich in der Einspruchsphase, diesen Quartierplan betreffend, aber da zwei Einsprachen völlig unterschiedliche Stossrichtungen hätten, sei wohl damit zu rechnen, dass das Prozedere bis zum Abschluss noch viel Zeit beanspruchen werde. Das Prozedere bis zu den eigentlichen Baueingaben mit Einsprachemöglichkeiten… Ja, er, Richard Bucher, denke schon, dass es noch Jahre dauern werde, bis auf diesem sehr gut gelegenen Areal etwas Sinnvolles entstehen könne. Geld habe man selbstverständlich auch in das Projekt investiert – aber diese materiellen Kosten würden von den verbleibenden Partnern Prader AG (Zindel) und Sprecher Schneider AG übernommen.
Zu viele Köche…
Die komplexen Verhandlungen mit der Rhätischen Bahn, mit der Gemeinde, den Bergbahnen und auch mit den Nachbarn hätten aufgezeigt, dass es nicht sinnvoll sei, wenn potenzielle Investoren mit vier Stimmen sprächen. Man sei übereingekommen, dass eine bestimmende und federführende Stimme auf jeden Fall besser und vor allem klarer sei. Das sei nun die Prader AG (Zindel). Wichtig sei dies auch im Hinblick auf die spätere Ausgestaltung und Nutzung des Projekts. Zwar sei nebst Läden im Erdgeschoss auch der Bau von Wohnungen in den Obergeschossen vorgesehen, doch hier denke man eher an Mietwohnungen denn an Eigentumswohnungen, und so sei es sinnvoll, dass der eine starke Investor auch als Vermieter auftrete. Der Projektrahmen an sich steht und ist mit dem Sieger des Projektwettbewerbs vorgegeben: Äussere Gestaltung und Nutzung sind also vorgezeichnet.
«Ein Klotz ist weg»
Über das Ausscheiden seiner Firma, der Guyan + Co. AG, ist Richard Bucher nicht unglücklich: «Wir bleiben damit auf dem Markt beweglicher. Ein Klotz am Bein ist weg.»
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