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Fausch gewinnt Sertig-Schwinget

04.08.2008 Archiv Davoser Zeitung

Der Prättigauer wurde seiner Favoritenrolle gerecht

 

Mit dem Schlussgangsieg gegen seinen Klubkameraden Edi Philipp gewann Stefan Fausch den 76. Sertig-Schwinget souverän und reihte sich mit diesem Erfolg zu den Rekordsiegern beim Davoser Traditionsanlass.

 

Karl Ritter

 

Der 76. Sertig-Schwinget und 3. Davoser Buabaschwinget fanden am Sonntag bei besten Bedingungen und vor einer tollen Kulisse von rund 2900 Zuschauern statt. Die 55 angetretenen Aktivschwinger und 140 Buaba zeigten dabei an Spannung kaum zu überbietende Wettkämpfe. Das Publikum brachte dem Entscheid der Organisatoren, für einmal den Nachwuchs und die Aktiven gleichentags antreten zu lassen, viel Sympathie entgegen. Für die Jüngsten war der Auftritt vor einer so grossen Zuschauerkulisse zweifellos etwas ganz Spezielles und löste bei Einzelnen auch eine entsprechende Nervosität aus.

Teilnehmerfeld: Klein, aber fein
Infolge vieler, meist verletzungsbedingter Absenzen trat ein relativ kleines Teilnehmerfeld zum Sertig-Schwinget an. Dies wurde durch die Nachmeldung des, in Davos in den Ferien weilenden, Ibachers Edi Kündig wettgemacht, der während des ganzen Tages die übrigen Spitzenschwinger wie erwartet hart forderte. Durch die konsequente Einteilung der besten Leute auf dem Platz gegeneinander entwickelte sich dann auch ein hochstehender und spannender Wettkampf. Diesen vermochten letztendlich die in klarer Übermacht angetretenen Bündner Akteure klar für sich zu entscheiden.

Festsieg für Favorit Fausch
Mit einer überzeugenden Tagesleistung konnte sich Stefan Fausch (Seewis) klar durchsetzen. Bereits zum Auftakt zeigte er dem Innerschweizer Kündig, wer Chef auf dem Platz ist, und bettete diesen mit einem satten Kurz ins Sägemehl. Nach einem weiteren Sieg kam es im dritten Gang zur Direktbegegnung mit dem anderen angetretenen Bündner Eidgenossen und Klubkameraden Edi Philipp aus Untervaz. Dieser abwechslungsreiche Gang endete mit einem Gestellten. Die beiden nächsten Gänge gewann der Seewiser, was ihm die Schlussgangqualifikation einbrachte. Sogar einen Viertelpunkt mehr totalisierte Edi Philipp nach 5 Gängen, gelangen ihm doch gleich 4 Plattwürfe. Die Endausmarchung bot, wie bereits die erste Begegnung der beiden Kontrahenten, hochstehende Schwingerarbeit, die von den Zuschauern mehrmals mit Szenenapplaus belohnt wurde. Nach knapp 7 Minuten gelang es Stefan Fausch, seinen Freund Edi Philipp mit einem mächtigen Kurzzug zu bezwingen, was ihm nach 1998, 2003, 2004 und 2006 den 5. Sertigsieg einbrachte.

Weitere Bündner Spitzenplätze
Ein ausgezeichneter Wettkampf gelang auch Christoph Günthardt (Landquart), der letztendlich mit dem zweiten Rang belohnt wurde. Hinter Edi Philipp klassierte sich Edi Kündig als bester Gast auf dem 4. Platz, gefolgt vom jungen Prättigauer Sandro Schlegel (Fideris) und Beat Clopath (Bonaduz). Von seiner besten Seite zeigte sich auch Marcel Reber (Davos), der einzig Christoph Günthardt unterlag und zum Schluss Edi Kündig einen Gestellten abtrotzte, was für ihn den guten 6. Schlussrang bedeutete.

Erfolgreicher Bündner Nachwuchs
Beim in 4 Kategorien zur Austragung gelangten Buabaschwinget wusste sich der jüngste Bündner Nachwuchs gegen starke auswärtige Konkurrenz sehr gut in Szene zu setzen. Bei den Ältesten der Jahrgänge 1992/93 kam es gar zu einem reinen Bündner Schlussgang, den Curdin Orlik (Landquart) gegen Pascal Preisig (Scharans) gewann. Ein viel bejubelter Blitzsieg gelang Noah Aliesch (Luzein) in der Endausmarchung der Jüngsten, was auch ihm den Kategoriensieg einbrachte. Aber auch der Davoser Nachwuchs zeigte vor dem begeisterten heimischen Publikum ansprechende Leistungen.

 

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