Die Klosterser Sommerkonzerte starten in die 37. Saison
23.07.2008
Archiv Davoser Zeitung
Mit den Sommerkonzerten im Jahre 1971 von Verena Schmidt-Landolt begann nicht nur die jährliche Konzertreihe, sondern auch der Lebensweg der Kulturgesellschaft Klosters. Beides hat ohne Unterbruch bis heute Bestand, und so dürfen wir uns au
Die Organisation von klassischen Konzerten ist nicht einfach. Die Kosten summieren sich gewaltig, sobald man auch arrivierte Künstler mit einbeziehen will. Aus diesem Grunde brauchte es eine Vereinigung wie die Kulturgesellschaft, um die Last auf mehrere Schultern zu verteilen. Dass aus diesem Verein eine Organisation mit verschiedensten kulturellen Ressorts entstand, konnte man bei der Gründung noch nicht wissen, aber hoffen, und dabei die Voraussetzungen schaffen.
Zurück zu den Sommerkonzerten. Diese begannen mit drei Konzerten und weiteten sich aus bis auf fünf. Dann stiegen die Kosten (und die Ansprüche!) derart, dass wieder auf drei Konzerte pro Sommer zurückbuchstabiert werden musste.
Mit der Erfüllung des grossen Traumes nach einem eigenen Veranstaltungslokal, der Eröffnung des Kulturschuppens, mussten sich die Sommerkonzerte mit einem bescheideneren Anteil am finanziellen Kuchen zufrieden geben. Damit begann auch der Kampf um eigene Sponsoren, was die Arbeit in der Organisation zusätzlich erschwert.
Unter der Führung von Effi Huber-Buser und der Mitarbeit von John Reisinger, Heidi Feldmeier und Peter Guler-Lutz ist heuer zum zweiten Mal ein Team am Werk, dem es gelungen ist, drei hervorragende Konzerte auf die Beine zu stellen.
Die diesjährige Reihe beginnt am Mittwoch, 30. Juli, mit dem renom-ierten Klavierduo Vilija Poskute und Tomas Daukantas. Es folgt am 6. August das Carmina-Quartett, das zu den grossen Streichquartetten der Gegenwart zählt und bereits in Klosters schon einmal aufgetreten ist.
Für die Aufführung des Klarinettenquintetts A-Dur, KV 581, kommt noch der junge Klarinettist Reto Bieri hinzu. Das dritte und letzte Konzert bestreitet das Schweizer Oktett, eine klassische Formation mit Streichern und Bläsern, die sich zwischen Klassik und Volksmusik bewegt und sich unter dem Titel «grenzenlos» hin und her begibt.
Die einzelnen Konzerte werden jeweils in den nächsten Ausgaben dieser Zeitung ausführlich vorgestellt.
Musikliebhabern wird empfohlen, die Sommerkonzerte 2008 zu besuchen, damit die Konzertreihe neben der intensiven Tätigkeit der Kulturgesellschaft im Kulturschuppen ihren Platz innerhalb des Klosterser Sommerangebotes behaupten kann. h
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