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Siegerprojekt einstimmig erkoren

03.07.2008 Archiv Davoser Zeitung

Erweiterung des Davoser Kongresszentrums

 

klr./gü. Das Siegerprojekt aus dem Wettbewerb für die Erweiterung des Kongresszentrums Davos stammt vom Basler Architekten Heinrich Degelo und seinem Team. Das Projekt überzeugt mit einer klaren Ausrichtung, einem sensiblen Umgang mit den gestellten Anforderungen, guten Lösungen und dem Einbezug des Bestehenden.

 

Das Kongresszentrum leistet einen wichtigen Beitrag zur touristischen und wirtschaftlichen Entwicklung von Davos. Bei verschiedenen jährlich stattfindenden grösseren Kongressen werden jedoch die Kapazitätsgrenzen des bestehenden Kongresszentrums erreicht. Zusätzlich sind deshalb ein neuer grosser Plenarsaal sowie weitere kleinere Räume mit den entsprechenden Nebenräumen nötig: Ebenso braucht es zusätzliche Räumlichkeiten für Personal und Medien.
Deshalb wurde ein Projektwettbewerb ausgeschrieben, mit dem Ziel, ein qualitativ hochstehendes Projekt für die Erweiterung des Kongresszentrums zu erhalten. Dazu gehören die Gestaltung der Neubauten, die Art und Weise, wie sie sich in die Gesamtanlage einfügen, und deren architektonische Qualität.

 

Grosses Interesse
Das Siegerprojekt wurde in einem zweistufigen Auswahlverfahren ermittelt. In einer ersten Qualifikationsstufe wählte eine Jury aus gegen 70 eingegangenen Bewerbungen die 15 Architektenteams aus, die für die zweite Stufe und damit für das Einreichen von konkreten Projekten zugelassen wurden. Darunter befanden sich international bekannte Teams aus Deutschland, Österreich, Spanien und der Schweiz.
Die Jury bestand einerseits aus fünf erfahrenen Architekten wie Tilla Theus (FIFA-Gebäude, Zürich), Daniele Marques (Stadion Allmend, Luzern), Emanuel Christ (Landesmuseum, Zürich), Beat Consoni (Neubauten Campus Lehrerbildung, Kreuzlingen), Cornelia Deragisch, Gemeindearchitektin Davos, und andererseits aus einer Sachjury mit dem Davoser Landammann Hans Peter Michel, Prof. Dr. Peter Matter, Arbeitsgemeinschaft für Osteosynthese AO (Veranstalter Grosskongress), André Schneider, Direktor World Economic Forum WEF (Veranstalter Grosskongress) und Dr. Thomas Spielmann, Davos Destinations-Organisation (Betreiber). Ende Juni setzte sich die Jury während zweier Tage intensiv mit den eingereichten Projekten auseinander. Die Projekte wurden anonym eingereicht und die Namen der Verfasser erst nach der Jurierung bekannt gegeben.

 

Differenzierte Kriterien
In mehreren Durchgängen wurden die Projekte kritisch begutachtet, diskutiert und bewertet, bis sich die Jury einstimmig für das Projekt «ernst ludwig» von Heinrich Degelo, Basel, entschied.

 

Klare Ausrichtung – gute Lösung
Die Neubauten sind als Erweiterung zur Talstrasse hin platziert. Damit werden die heute zergliederten Gebäude zu einer Einheit zusammengebunden. Der neue Haupteingang ins Kongresszentrum liegt folgerichtig an der Talstrasse. Mit einer geräumigen Vorfahrt wird eine für ein Kongresszentrum angemessene Eingangssituation geschaffen. Über einen grosszügigen Haupteingang gelangt man in die Wandelhalle, welche den neuen Haupteingang mit dem künftig sekundären Eingang an der Promenade verbindet. Von der Wandelhalle aus erreicht man gleichzeitig verschiedene kleinere Säle, in denen Innenhöfe für Tageslicht sorgen. Der heutige Plenarsaal, der zum Foyer umgenutzt wird, ist dem neuen Saal vorgeschaltet. Über dem neuen Plenarsaal befindet sich ein Bürogeschoss.

 

Ehrgeiziger Zeitplan
In den nächsten Monaten wird das Projekt «ernst ludwig» bis zum ausführungsreifen Bauprojekt mit Kostenvoranschlag weiter ausgearbeitet. Im Spätherbst soll der Grosse Landrat die entsprechende Vorlage verabschieden, damit sie Anfang 2009 dem Volk zur Abstimmung vorgelegt werden kann. Stimmt der Souverän dem Kredit zu, erfolgt bereits im Frühjahr 2009 der Baubeginn. Ende 2010 soll die Erweiterung des Kongresszentrums fertig erstellt sein, sofern keine Einsprachen zu Verzögerungen führen.
Die Ausstellung der Projekte «Erweiterung Kongresszentrum Davos» findet vom 10. bis und mit 19. Juli 2008 im Kongresszentrum, Saal Aspen, statt. Die Öffnungszeiten sind Montag – Freitag 17.00 – 20.00 Uhr, Samstag 09.00 – 12.00 Uhr, Eintritt frei.
 

 

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