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Hochbetrieb auf dem «Eggelti» oberhalb Wiesen: Noch in diesem Jahr wird hier das neue Wasserreservoir im Rohbau fertiggestellt, welches genügend Brauch- und Löschwasser für 1500 Einwohner speichern soll. Integriert in den Bau wird auch ein Kleinkraftwerk, welches dereinst 150000 kWh Strom liefern wird.
Hans Zimmermann
Mit dem Bau des Reservoirs wird eine weitere, wichtige Etappe in der Wasserversorgung der Fraktion Wiesen realisiert. Bereits zuvor war das Leitungssystem im Oberdorf völlig erneuert worden, und im letzten Jahr wurden auch die guten und ergiebigen Quellen im Gebiet «Chalten Brunnen» neu gefasst und durch extrem schwieriges Gelände neu abgeleitet. Die alte Wiesner Wasserversorgung stammt übrigens aus dem Jahr 1895, die Leitungen, bestanden zum Teil noch aus Tonröhren…
Zahlen und Fakten
Das neue Projekt stammt aus der Feder des Wiesners Christoph Dürst vom Davoser Ingenieur-Büro Caprez. Dürst hat auch die örtliche Bauleitung. Die Oberbauleitung obliegt Rolf Sigrist vom Tiefbauamt, der somit auch die Gemeinde als Bauherrin vertritt. Den ganz grossen Anteil der in diesem Jahr anfallenden Arbeiten leistet die Implenia Bau AG Davos – die Arbeit bleibt also im lokalen Land. Gebaut werden zwei Reservoirkammern mit je 200 Kubikmetern Inhalt, wobei die eine als Brauchwasser-, die andere als Löschwasserspeicher gedacht ist. Die beiden Kammern sind miteinander verbunden, die Öffnungsklappen können von Davos aus ferngesteuert werden. Gespeist wird das Reservoir von Quellen im Raum «Chalten Brunnen» und «Chalchtschuggen», wobei die Ersteren immer mindestens 9, die zweiten zwischen 5 und 30 Liter pro Sekunde zu liefern vermögen. Rolf Sigrist stellt im Übrigen eine ausserordentlich gute Wasserqualität fest, und erklärt, dass man sich beim Bau des Reservoirs an strenge Vorschriften der Lebensmittelverordnung zu halten habe. Das neue Reservoir liegt auf 1530 Metern Höhe, also etwas höher als das alte. Das sei wichtig, sagt Dürst, denn damit erhalte die Feuerwehr zwei Bar mehr Druck, und somit sei wiederum einer Forderung der Gebäudeversicherung Genüge getan. Jener Gebäudeversicherung, die immerhin 13,8 Prozent der Kosten bezahlt. Und das sind doch 182000 von 1,3 Millionen Franken.
Gut im Rennen
Mit dem Stand der Arbeiten ist Sigrist hoch zufrieden: Man arbeite ständig mit einem Geologen zusammen und sei somit weitgehend vor Überraschungen in der Baugrube gefeit. Des Weiteren werde das Reservoir nach den Normen der Erdbebensicherheit gebaut. Was die Zeittabelle betreffe, so liege man mit dem Bau gut, und man werde auch mit der Kostendecke zurechtkommen
Eröffnung: Sommer 2011
Das Bauwerk werde im Rohbau bis im Herbst fertig sein, sagt Sigrist. Im Winter werde man den Innenausbau vorantreiben. Und einer planmässigen Eröffnung im Sommer 2011 dürfte nichts mehr im Wege stehen. Vom Reservoir selbst sei dann kaum noch etwas zu sehen: Was noch ins Auge fallen könne, sei eine Bruchsteinmauer, eine Stahltüre – und das Chalet direkt auf dem Reservoir, welches das Kleinkraftwerk beherbergen werde.
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