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Nach zweijähriger Verzögerung kann mit der Realisation des um rund 1500 Quadratmeter erweiterten «Cioccolino» begonnen werden – das Bundesgericht hat die letzte verbliebene Einsprache abgewiesen. Der Spatenstich ist auf den Frühling 2011 angesetzt, das Investitionsvolumen bewegt sich grob geschätzt im knapp zweistelligen Millionenbereich.
Marlène Clemenz
Seit dem Frühjahr 2008 stehen die Profile für den Um- und Neubau des «Cioccolino», die schrittweise Inbetriebnahme des künftigen Geschäfts- und Wohnkomplexes wäre auf Ende 2009 beziehungsweise 2010 geplant gewesen. Zwei Einsprachen machten der Eigentümerin, der Geschäftshaus Rätia AG, allerdings einen Strich durch die Rechnung. Während jene betreffend Parkplätze nach genaueren Abklärungen bald einmal zurückgezogen wurde, warf die Beschwerde gegen die Höhe des geplanten vierstöckigen Wohnbautraktes die Realisierung des Projekts um zwei Jahre zurück. Nun aber hat auch das Bundesgericht die Beschwerde für unbegründet erklärt. «Jetzt hoffen wir, im Frühling 2011 mit den Bauarbeiten beginnen zu können», sagt Beat Fopp, Delegierter des Verwaltungsrates der Geschäftshaus Rätia AG.
900 m2 Wohnfläche
Das ursprüngliche Projekt mit einer Erweiterung der Nutzfläche um 1500 auf rund 2200 Quadratmeter bleibt bestehen: Im gegenwärtig als Café und Confiserie betriebenen Untergeschoss sollen zusätzliche Ladenflächen und wiederum ein Gastronomiebetrieb entstehen, «wobei die bestehende Bausubstanz so weit als möglich erhalten werden soll», wie Architekt René Pfiffner vom Klosterser Büro «Pfiffner Architekten» betont. Das Obergeschoss soll neu gestaltet und seitlich zur Platzstrasse um eine Etage erweitert werden – ob für Büros, Läden oder vielleicht sogar einen zweistöckigen Gastrobetrieb oder Wohnungen, ist derzeit noch völlig offen. Hinzu kommt der erwähnte vierstöckige Wohnbautrakt, der auf rund 900 Quadratmetern «sehr wahrscheinlich vier grossräumige Eigentumswohnungen beherbergen wird», so Fopp.
«Einen guten Mix finden»
Das Investitionsvolumen vermag Fopp noch nicht genau zu beziffern. «Erst jetzt können wir schliesslich Offerten einholen und konkrete Gespräche mit Interessenten führen», erklärt er. Grob geschätzt würden sich die Investitionen wohl im knapp zweistelligen Millionenbereich bewegen. Vielversprechende Interessenten sowohl für die Geschäfts- als auch Wohnfläche seien bereits vorhanden. Nun gehe es darum, einen guten Mix zu finden, der das Angebot im gegenüberliegenden Rätia-Center nicht konkurrenziere. Dann könne auch die Planung für den Innenausbau an die Hand genommen werden. Läuft alles wunschgemäss, wird der Geschäftstrakt bereits im Winter 2011/2012 in Betrieb genommen, die Wohnungen sollen ein Jahr später bezugsbereit sein.
Zukunft Promenade 67?
Keine Neuigkeiten gibts von der zweiten Front, dem ehemaligen DDO-Verwaltungsgebäude an der Promenade 67. Dieses hat die Promenade 69 AG, eine Tochtergesellschaft der Geschäftshaus Rätia AG, vergangenen August erworben, mit der Absicht, es mittelfristig durch einen vierstöckigen Neubau mit Läden und exklusiven Maisonette-Wohnungen zu ersetzen. Mittelfristig, erklärt Fopp, bedeutet: «Erst nachdem der Um- und Neubau des ‹Cioccolino› abgeschlossen ist.» In der Zwischenzeit sollen die Räumlichkeiten, die nun seit gut einem halben Jahr leer stehen, vermietet werden. «Wir befinden uns weiterhin in Gesprächen mit Interessenten», sagt Fopp zuversichtlich.
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